EAFRA Nachlese
April 3rd, 2009
Am 27. März 2009 fand erstmalig das Europäische Accessibility Forum Frankfurt statt. Ob zum super günstigen Frühbuchertarif von 150 Euro inkl. MwSt oder zum Normalpreis von 220 Euro, es wurde reichlich was fürs Geld geboten.
Vorweg soll gesagt sein, dass die Konferenz hervorragend organisiert war, soweit ich das als Zuschauerin beurteilen konnte. Der Veranstalter namics hat ganze Arbeit geleistet. Von der Zusammenstellung der Referenten über die Simultanübersetzung Deutsch/Englisch/DGS, bis hin zur Verpflegung und Kleinigkeiten wie der liebevollen Gestaltung der Namensschildchen: es mangelte an nichts.
Der Tag begann für mich höchst erfreulich am Empfang des “Haus am Dom” mit dem sehr schönen EAFRA-T-Shirt, das man bei der Anmeldung in der passenden Größe vorbestellen konnte und auch bereits im Preis mit drin war. Vorne drauf, schick schwarz auf schwarz, die Frage “Accessible?” und auf der Rückseite das Datum der Veranstaltung, sowie die Forderung “Accessible Internet. For all!”. Dazu die drolligen Aliens von der EAFRA-Website. Sehr gelungen! Nach einer Tasse Kaffee ging’s dann auch schon los.
Keynote
Linda Mauperon von der Europäischen Kommission für Informationsgesellschaft und Medien gab in ihrer Keynote einen Überblick über die Nutzung und Zugänglichkeit des Internet in der EU und betonte die Wichtigkeit der e-inclusion in Hinblick auf wirtschaftlichen und demographischen Wandel.
Barrierefreie Web-Anwendungen
Das erste Panel eröffnete Saqib Shaikh von Microsoft mit einem Überblick über die Möglichkeit, mit Silverlight barrierefreie Applikationen zu erstellen. Der Vortrag blieb leider mangels Beispielen etwas blutleer, und da weitaus spannendere Beiträge folgten, fanden im Verlauf des Tages andere Anregungen ihren Weg auf meine Todo-Liste, als mich nun ausgerechnet mit mit Silverlight auseinander zu setzen. Moderator Jeremy Keith von Clearleft fasste den Beitrag so zusammen: “That was a pretty good sales pitch for Silverlight.”
Ein ganz anderes Kaliber war der Vortrag von Christian Heilmann von Yahoo, für mich mit Abstand der Vortrag des Tages, gespickt mit Wortwitz und Nutzen für die Allgemeinheit, sowie einer Fülle von funktionsfähigen Beispielen, allen voran Easy YouTube, von Christian Heilmann liebevoll als “My First FisherPrice YouTube” bezeichnet. Dieser YouTube Player bietet eine leicht erfassbare Oberfläche, die insbesondere Menschen mit Lernschwierigkeiten zugute kommt, sowie komplette Bedienbarkeit per Tastatur. Darüber hinaus wies Heilmann auf einen einfachen Trick hin, wie man das Problem löst, dass man per Tastatur nicht in ein Flash hinein kommt. Die simple Lösung, an die man aber erst einmal denken muss: Im HTML Buttons zur Steuerung des Flash anbieten. Ein 1A-Tip, den man sich hinters Ohr heften kann.
Weitere anregende Beispiele folgten, sei es die Nutzung von Radio-Buttons für die Yahoo Search bar, ein mit Headings und Listen strukturiertes TV-Programm, oder der Yahoo Währungsrechner: ein Aha-Erlebnis folgte dem anderen. Christian Heilmann wurde nicht müde zu betonen, wie wichtig es sei, das Rad nicht ständig neu erfinden zu wollen, sondern die Vorarbeit anderer Entwickler, z.B. in Form von Frameworks, zu nutzen. “Webdeveloping is a form of autism” fasste er das branchenübliche vor sich hin Wurschteln treffend zusammen.
Apropos Framework, das Panel ging spannend weiter: Wer sich bislang nicht zwischen jQuery, Prototype, MooTools etc. entscheiden konnte, dem sei gesagt, dass jQuery große Pläne in Sachen Accessibility hat. Ein teilweise gesponsortes Sub-Team wurde eigens zu diesem Zweck gegründet. Version 2.0, die noch 2009 zu erwarten ist, wird laut Paul Bakaus vollen ARIA support haben. Das ist ja mal eine Ansage.
Das Panel gab insgesamt einen guten Eindruck davon, dass Barrierefreiheit nicht gleich Spaßfreiheit ist. So kam Christian Heilmann zu dem Schluss: “If you are being seen as a show stopper as an accessibility consultant, then you’re doing your job wrong.” Und Saqib Shaikh ergänzte: “It’s more a cultural than a technical challenge.” – wobei wir einmal mehr ein anschauliches Silverlight Beispiel schmerzlich vermissten.
Mobiler Zugang – geräteunabhängig oder barrierefrei?
Das 2. Panel blieb ein wenig hinter meinen persönlichen Hoffnungen zurück. Da ich gerade aktuell vor der Aufgabe der Optimierung einer umfangreichen Website für Mobiltelefone stehe, hätte ich mir so sehr konkrete Beispiele gewünscht. Das ist aber natürlich mein ganz individuelles Problem und soll nichts vom Glanz der Redner nehmen.
Es ging hauptsächlich um die Frage, ob denn nun eine separate Website für Mobiltelefone sinnvoll sei oder nicht.
Dominique Hazaël-Massieux von der W3C Mobile Web Initiative beleuchtete zunächst sehr eindrucksvoll anhand einer originellen Klecksgrafik die Überlappungen aber auch Unterschiede in den Anforderungen an mobil-optimierte und barrierefreie Websites.
Henny Swan von Opera vertrat in ihrem Vortrag den Standpunkt, dass eine einzige Website für alle sinnvoller sei. Sie leitete das her aus der These “Accessibility is about adaptibility”: eine Website muss unter den verschiedensten Bedingungen funktionieren: kleine Bildschirme, Touchscreens, unterschiedliche Hardware, verschiedenste Umweltbedingungen wie Sonnenlicht, Lärm usw.. Die Anzeige auf einem Mobiltelefon schien nach ihrer Auflistung plötzlich gar nicht mehr ein so exotischer Sonderfall zu sein. Zudem betonte sie, dass wir unsere Lektion aus der Desktop-Umgebung gelernt haben sollten. Man erinnere sich an die eine Weile sich großer Beliebtheit erfreuenden Text-only Versionen, die gerade durch ihren Mangel an Bildern und Videos für all jene unzugänglich waren, die mit Bleiwüsten nichts anfangen können.
Tomas Caspers vertrat die Gegenposition und wies darauf hin, dass beim “one web for all” unterschiedliche Bedürfnisse nicht vergessen werden dürfen. Als Beispiel zog er Google Maps heran und erklärte, dass in einer einzigen Kartenapplikation unmöglich alle Daten erfasst werden könnten, um wirklich allen gerecht zu werden, z.B. dem Rollstuhlfahrer, der für ihn zugängliche Toiletten in die Reiseroute einplanen muss.
Wie erwartet schloss sich daran eine lebhafte Diskussion an, die von einem Rollstuhlfahrer aus dem Publikum eröffnet wurde, der das Kartenmaterial dahingehend nutzt, dass er Fahrradwege ausfindig macht, auf denen er bequem voran kommt. Henny Swan kommentierte, dass nicht die Datenmenge das Problem sei, sondern das Web einfach nur mehr Personalisierungsmöglichkeiten brauche. Christian Heilmann ergänzte, dass viele Personalisierungsmöglichkeiten zu kompliziert und überfrachtet seien und einiges besser auf Basis vorangegangenen Surfverhaltens automatisiert werden sollte.
Der Denkansatz Barrierefreiheit durch Personalisierung fand insgesamt viel Zustimmung, soweit ich das beurteilen konnte. Persönlich bin ich der Meinung, dass einige Extra-Klicks zur Personalisierung einer Website durchaus vertretbar sind, wenn man daraus einen entsprechenden Nutzen ziehen kann, und zwar nicht nur auf die Barrierefreiheit bezogen. Als passionierte Wandermaus wäre ich gern bereit, sogar Stunden zu investieren, um Google Maps für mich als Wanderkarte zurechtzuschnitzen, die ich dann mit entsprechend gespeicherten Einstellungen mit meinem G1 Android unterwegs nutzen kann. Die Vorstellung, zur Routenplanung am heimischen PC dafür eine andere URL aufrufen zu müssen, oder unterwegs zwischen meiner Wanderkarte und der normalen Straßenkarte als verschiedene Applikationen wechseln zu müssen, ergibt für mich in dem Zusammenhang wenig Sinn. Google Earth macht’s ja eigentlich schon vor, wie das mit dem Personalisieren gigantischer Datenmengen geht.
Barrierefreiheitsrichtlinien im nationalen Vergleich
Sämtliche europäischen Richtlinien zur Barrierefreiheit von Websites orientieren sich an der WCAG, jedoch teilweise sehr unterschiedlich. Das 3. Panel zeigte einige Unterschiede an den Beispielen Deutschland, England, Niederlande und Schweden auf.
Prof. Dr. Christian Bühler gab zunächst einen Überblick über die Situation in Deutschland, die sich vor allem durch eine Fragmentisierung der Gesetzgebung auszeichnet, also unterschiedliche Gesetze für Bund und Länder, sowie gar keine für kommerzielle Anbieter. Ganz im Gegensatz zu England, wo die Gesetzgebung alle Websites einschließt, also auch private Anbieter. Letztere müssen die Richtlinien aber nun in vertretbarem Aufwand umsetzen, wie Dr. Jonathan Hassell von der BBC erklärte. Während Deutschland mit der BITV im Wesentlichen die WCAG übernommen hat, stellt die britische PAS-78 eher einen Leitfaden zur Erklärung internationaler Standards dar.
Die Niederlande wiederum haben keine gesetzliche Regelung, sondern eine Reihe von Empfehlungen auf Basis der WCAG. Lediglich die Regierungsseiten müssen bis 2011 den Richtlinien entsprechen. Für alle anderen ist dies eine freiwillige Leistung, die einzig durch den Wettbewerb mittels eines Punktesystems und Monitoring angeschoben wird. Interessante Randnotiz von Redner Raph de Rooij: den Weg zur Barrierefreiheit fand die niederländische Regierung über den Umweg der Suchmaschinenoptimierung. Der Übergang zur WCAG2 soll “weich”, also hybrid stattfinden.
In Schweden gibt es keine spezielle Gesetzgebung zur Barrierefreiheit. Die Empfehlungen der WCAG sind in die allgemeinen Richtlinien zur Erstellung von Websites mit eingeflossen, die sich auch noch mit anderen Themen wie Sicherheit, Transparenz usw befassen. Peter Krantz meinte dann auch schmunzelnd, dass viele Anbieter barrierefreie Richtlinien umsetzen, ohne es überhaupt zu wissen. Man habe sie ihnen einfach untergeschoben.
In der anschließenden Diskussion stellten alle Beteiligten fest, dass es allen vier Systemen an einklagbaren Rechten gebricht. Auch die Möglichkeit zur Verbandsklage in Deutschland stellt kein probates Mittel dar, um die Rechte auf eine Benutzbarkeit des Internet durchzusetzen.
Mittagspause
Es gab Fingerfood. Der Touchscreen meines G1 war darüber nicht amüsiert. Aber lecker war’s!
Accessible Rich Internet Applications (ARIA)
Das 4. Panel war wieder technisch ausgerichtet. Ich hätte mir gewünscht, dass dieses Panel nicht ausgerechnet am biorhythmisch toten Punkt des Tages stattgefunden hätte. Hier wäre ein Tausch mit dem vorigen Panel sicher sinnvoll gewesen. Dies als kleine Kritik am sonst perfekt geplanten Programm.
Steve Faulkner vom W3C stellte ARIA zunächst kurz vor und resümierte: “It’s bolt-on accessibility.”. Mit anderen Worten: ARIA biete die Möglichkeit, Anwendungen barrierefrei zu machen, die es per se nicht sind. Als Beispiel führte er natürlich AJAX-Anwendungen auf, aber auch die kommende Version von Firebug, die mittels WAI-ARIA barrierefrei werden soll.
Niqui Merrets Ausführungen über barrierefreie Lösungen mit Flash überraschte mich einmal mehr damit, dass Flash nicht immer nur der böse Bube sein muss. Da werde ich wohl mal mein Weltbild etwas aktualisieren müssen. Interessant: Adobe Air kommt in der nächsten Version mit MSAA-Unterstützung.
Marco Zehe führte mit seinem Screenreader höchst eindrucksvoll eine praktische WAI-ARIA-Lösung am Beispiel eines einfachen Kontaktformulares vor. Erst das Formular pur, dann mit JavaScript und schließlich mit JavaScript und ARIA. Während der Vorführung des 2. Beispiels entschwand ein Formular-Feedback dem Browser-Viewport, so dass wir es nicht sehen konnten. Auf diese Weise verhalf der Zufall den Sehenden im Publikum zu einer für Screenreader-Nutzer alltäglichen Erfahrung, nämlich einem unbemerkt bleibenden Feedback und dem großen Rätselraten, was denn eigentlich los ist und warum es an dieser Stelle nicht weiter geht.
Es schloss sich eine kurze Diskussion an, ob ARIA vielleicht nur eine Übergangslösung zu HTML5 sei, was Steve Faulkner entschieden verneinte. Die Überschneidungen seien nicht 1:1 so zuzuordnen, dass man von Redundanz sprechen könne.
Webstandards und Barrierefreiheit in der Hochschulausbildung
Im 5. Panel ging es um die teils erbarmungswürdige Qualität der Hochschulausbildung, wo nach wie vor tag soup und spaghetti code dominieren, da wenige Lehrende mit aktuellen Webstandards vertraut sind.
Natürlich gilt das nicht nur für die Hochschulen. Eine kleine Anekdote am Rande: als Abschlussprüfung meiner Umschulung zur Mediengestalterin sollte ich eine Website mit Frames, Imagemaps und anderem Firlefanz umsetzen. Im Jahre 2006 wohlgemerkt. Ich habe dieses zwar wie befohlen umgesetzt, zusätzlich aber eine moderne CSS-Lösung mitgeliefert, sowie in der geforderten Dokumentation ausgeführt, warum meine Lösung vorzuziehen sei. Ich machte mich auf das Schlimmste gefasst. Doch entweder haben die IHK-Prüfer sich das alles nicht durchgelesen, oder sie waren tatsächlich für Kritik offen, denn unerwarteterweise ging ich mit einer glatten Eins nach Hause, die noch immer an meiner Wand prangt. Für mich ein echter Triumph!
Zurück zum Thema. Chris Mills von Opera eröffnete das Panel mit der Feststellung: “If the entry level weren’t so low, the web wouldn’t be the awesome place it is.”. Da ist was dran. Man stelle sich vor, jede kleinste Abweichung von den aktuellen Standards würde sofort dazu führen, dass eine Website nicht dargestellt werden kann. 99,999 % des Web wären von jetzt auf gleich weg. Nichtsdestotrotz muss man den Anspruch natürlich gerade bei professionellen Projekten hoch hängen. Und genau hier macht sich zunehmend der Fachkräftemangel bemerkbar, indem auf dem Papier fertig ausgebildete Webworker im Agenturalltag nochmal komplett neu angelernt werden müssen.
Lars Gunther nennt das Kind beim Namen: Faulheit. Viele Studierende seien faul: Wenn man einfach HTML-Code kopieren kann, wen juckt’s wenn man dadurch plötzlich zwei Body-Tags hat? Solange es funktioniert, ist doch alles ok. Viele Lehrende seien ebenso faul, indem sie ihre Materialien nicht aktualisierten. Zudem bestehe auch eine gewisse Argwohn seitens der Computer-Wissenschaft gegenüber Neuerungen, denn Neuerungen seien experimentell und damit unwissenschaftlich. An dieser Stelle setzt das WASP Interact Projekt an: ein komplett ausgearbeitetes Curriculum für die Vermittlung von Webstandards. Bequemer geht es eigentlich nicht. Nun müssen die Lehrenden nur noch über ihren eigenen Schatten springen und diese Anregungen auch aufnehmen. Als Hashtags fällt mir dazu ein: #Zacken #Krone .
Dr. Carlos Velasco vom Fraunhofer Institut wies auf einige Projekte zur Föderung von Webstandards und Barrierefreiheit hin, an denen das Fraunhofer Institut beteiligt ist, u.a. EU4ALL , IDCnet: Inclusive Design Curriculum Network und DfA@eInclusion.
Harmonisierung von europäischen Barrierefreiheitsrichtlinien
Warum sich dieses Panel nicht unmittelbar an das dritte angeschlossen hat, war mir nicht ganz klar, zumal es einige Überschneidungen gab.
Shadi Abou-Zahra vom W3C stellte noch einmal die Problematik der Fragmentierung der Richtlinien vor. Uneinheitliche Richtlinien seien schlecht zu handhaben, insbesondere für international agierende Agenturen, und verlangsamten zudem die Unterstützung durch Software-Produkte. Sehr smart seine Antwort auf die Frage, warum es denn solange gedauert habe mit der WCAG 2.0: “Meine braune Farbe kommt daher, dass ich die ganze Zeit am Strand gelegen habe.”
Miguel González-Sancho gab einen kurzen Überblick über die Anstrengungen der EU in Sachen Barrierefreiheit und Melanie Müller vom BfA erklärte nochmals, dass die kommende BITV 2.0 sich komplett an der WCAG 2.0 orientieren würde, und die wenigen Abweichungen, nämlich die Gebärdensprache und die leichte Sprache betreffend, nur für die Bundesbehörden verpflichtend seien. Einen Termin für die BITV 2.0 haben wir leider nicht erfahren. Fragt sich, warum es so lange dauert, wenn es doch quasi 1:1 die WCAG 2.0 ist. Von Martin Ladstätters “frechen Fragen” nach der Geheimniskrämerei umd die BITV 2.0 und inwiefern deutsche Gehörlose denn anders seien, ließ sich Frau Müller auch nur insofern aus der Reserve locken, dass sie konstatierte: “Ich glaub’, ich muss auch gleich los.”
Der Geschäftswert von Barrierefreiheit
Von diesem Panel hatte ich mir einiges versprochen, denn der Geschäftswert ist ja im wirklichen Leben das Hauptverkaufsargument für Barrierefreiheit.
Charlotte McClain-Nhlapo von der Weltbank kam in dieser Angelegenheit meines Erachtens nicht so richtig auf den Punkt und auch zu François-René Germains Ausführungen habe ich mir nichts notiert. Hmm. Vielleicht war ich auch nur etwas müde.
Ellen Engel von der Deutschen Bahn eröffnete hingege ihren Vortrag zielgenau mit der bedrückenden Erkenntnis, dass 37 % der mobilitätseingeschränkten Menschen bereits einmal eine Reise nicht angetreten haben, weil sie auf unüberwindliche Barrieren gestoßen sind. Für die Deutsche Bahn ist das natürlich ein immenser Wert, der da flöten geht. Entsprechend groß sind die Anstrengungen der Bahn, hier nachzubessern. Barrierefreie Fahrkartenautomaten kommen 2010, die barrierefreie Website ist dank namics jetzt schon da, und die Barrierefreiheit der Bahnhöfe lässt sich vor Reiseantritt auch abfragen.
Am Gelde hängt, zum Gelde drängt doch alles …
Nach der Veranstaltung ging’s noch ins Moloko, das aufgrund der beengten Verhältnisse allerdings sofort zu einer quasi-endgültigen Grüppchenbildung führte, da man sich kaum um die eigene Achse drehen konnte – geschweige denn von Tisch zu Tisch flanieren. Positiv formuliert war es gemütlich und voller menschlicher Nähe.
Das Essen war lecker, die Portionen recht übersichtlich, so dass versehentlich aus der Küche zuviel geliefertes sofort dankbare Abnehmer fand.
Abschließend bleibt mir zu sagen, dass ich als Szene-Neuling sehr herzlich aufgenommen wurde und der gesamte Tag ein Riesen-Spaß war. Danke auch nochmals an Stefan Nitzsche für die Mitfahrgelegenheit und die lustige Heimfahrt.
Falls es ein EAFRA 2010 geben wird, ist das für mich bereits jetzt ein fixer Termin.




